Syncler Use Cases

E-Rechnung rechtskonform umsetzen – ohne Systemwechsel

19. Februar 2026 | Verena Mühleck
E-Rechnung umsetzen ohne Systemwechsel

Die Einführung der elektronischen Rechnung (E-Rechnung) betrifft nahezu jedes Unternehmen in Deutschland. Gesetzliche Vorgaben und europäische Standards machen sie Schritt für Schritt zum verpflichtenden Bestandteil des Rechnungswesens. Wer die E-Rechnung rechtskonform umsetzen möchte, benötigt eine Lösung, die gesetzliche Anforderungen erfüllt und sich in bestehende Systeme integriert.

Aus diesem Grund stellen sich viele Unternehmen die Frage: Wie setzen wir die E-Rechnung rechtskonform um, ohne unsere bestehende Systemlandschaft komplett auszutauschen?

Genau diese Frage wird im folgenden Beitrag beantwortet. Wir zeigen, wie die Erstellung, Validierung, Übertragung und Verarbeitung von E-Rechnungen möglich wird – automatisiert, standardkonform und integrierbar in bestehende Systeme.

Die Themen im Überblick:

 

Was ist eine E-Rechnung?

Eine E-Rechnung ist keine eingescannte Papierrechnung und auch kein einfaches PDF-Dokument. Sie basiert auf einem strukturierten, elektronischen Datenformat, das eine automatische Verarbeitung durch IT-Systeme ermöglicht. Grundlage dafür ist die EU-Norm EN 16931, die den elektronischen Rechnungsdatenaustausch im EU-Binnenmarkt definiert.

Wesentliche Merkmale:

  • Strukturierter Datensatz (maschinenlesbar)
  • Automatische Verarbeitung ohne Medienbrüche
  • Pflichtfelder gemäß Norm
  • Optional ergänzbare Felder innerhalb der Normvorgaben
  • Länderspezifische Ausprägungen auf Basis sogenannter CIUS (Core Invoice Usage Specifications)

Wichtig: Die E-Rechnung ist erst der Anfang. Mit dem E-Rechnungsgesetz wurde der digitale Belegaustausch ins nationale Recht überführt – weitere elektronische Belegarten werden folgen.

 

Formate der E-Rechnung: XRechnung und ZUGFeRD

In Deutschland haben sich zwei Formate etabliert:

  • XRechnung: reines maschinenlesbares XML-Format
  • ZUGFeRD: kombiniertes Format aus XML-Daten (maschinenlesbar) und PDF (menschenlesbar)

Viele Unternehmen stellen sich die Frage: XRechnung oder ZUGFeRD – welches Format ist das richtige?
Die XRechnung wird häufig im öffentlichen Bereich eingesetzt und ZUGFeRD im B2B-Bereich.

Der Syncler E-Rechnung-Konnektor unterstützt beide Formate und ist flexibel erweiterbar, falls weitere Standards hinzukommen.

 

Ab wann gilt die E-Rechnungspflicht und wer ist betroffen?

Die E-Rechnungspflicht wird in Deutschland gestaffelt eingeführt:

  • Ab 2027: Pflicht zur Erstellung für große Unternehmen (Umsatz > 800.000 €)
  • Ab 2028: Pflicht zur Erstellung für alle übrigen Unternehmen (ausgenommen Kleinunternehmer)
  • Ausnahmen: Rechnungen an Endverbraucher (B2C) und Kleinbeträge

Wichtig: Bereits seit 2025 müssen alle Unternehmen E-Rechnungen empfangen können.
Das bedeutet: Auch wenn noch keine Erstellungspflicht besteht, ist die technische Empfangsfähigkeit zwingend erforderlich.

 

Typische Herausforderungen in Unternehmen

Viele Unternehmen stehen bei der Einführung der E-Rechnung vor ähnlichen Problemen:

  • Bestehende ERP- oder Buchhaltungssysteme unterstützen keine E-Rechnungen
  • Manuelle Konvertierungen verursachen Medienbrüche
  • Unsicherheit hinsichtlich Rechtskonformität
  • Validierungsanforderungen sind unklar
  • Hoher Aufwand bei Anpassung an neue gesetzliche Vorgaben

Ein kompletter Systemwechsel ist in den meisten Fällen teuer, riskant und nicht notwendig.

 

Unsere Lösung: E-Rechnung mit Syncler

Der Syncler E-Rechnung-Konnektor fungiert als zentrale Integrations- und Automatisierungsschicht zwischen bestehenden Systemen und der E-Rechnungswelt.

Zentrale Funktionen:

  • Erstellung, Lesen und Schreiben von E-Rechnungen
  • Verarbeitung von XML-Dateien oder XML-Daten aus PDF-Anhängen
  • Versand als reines XML oder XML mit eingebettetem PDF
  • Vollautomatisierte Verarbeitung ohne manuelle Zwischenschritte
  • Flexible Integration in bestehende Systemenlandschaft

Integrierte Validierung:

Jede E-Rechnung wird automatisch über das angebundene Tool Valitool geprüft. Fehler werden erkannt, bevor Rechnungen versendet oder verbucht werden. Das sorgt für Rechtskonformität, Minimierung von Rückweisungen und Sicherheit im Rechnungsprozess.

Screenshot des E-Rechnung-Konnektors

 

Technische Anbindung: Flexibel und systemoffen

Der Konnektor kann unterschiedliche Quellen und Ziele anbinden:

  • Lokale Verzeichnisse (On-Premises)
  • FTP-Server
  • Direkte Übergabe per Syncler-API (SaveXML-Endpunkt)

Damit eignet sich die Lösung sowohl für klassische On-Premises-Szenarien als auch für hybride Integrationsansätze.

 

Mehrwert für Ihr Unternehmen:

1. Kein Systemwechsel notwendig
Bestehende ERP-, CRM- oder Buchhaltungssysteme bleiben im Einsatz.

2. Automatisierung statt reiner Formatkonvertierung
Die E-Rechnung wird nicht nur umgewandelt – sie wird automatisiert erzeugt, validiert und weiterverarbeitet. Folgeprozesse werden direkt angestoßen.

3. Hoher Automatisierungsgrad bei geringem Integrationsaufwand
Syncler fungiert als Integrationsschicht zwischen bestehenden Systemen.

4. Effizienzsteigerung
Schnellere Rechnungsverarbeitung, kürzere Zahlungsläufe und weniger manuelle Prüfaufwände.

5. Zukunftssicherheit
Durch laufende Anpassungen an regulatorische Vorgaben bleibt die Lösung langfristig konform.

 

Archivierung: GoBD-konform und revisionssicher

Wie Papierrechnungen müssen auch E-Rechnungen:

  • GoBD-konform archiviert werden
  • Unveränderbar gespeichert werden
  • Maschinenlesbar bleiben
  • Für 10 Jahre aufbewahrt werden

Der strukturierte Aufbau der E-Rechnung unterstützt eine revisionssichere Archivierung und erleichtert Betriebsprüfung erheblich.

 

Kombination mit weiteren Systemen

Seine voll Stärke entfaltet der E-Rechnung-Konnektor im Zusammenspiel mit weiteren Integrationen:

  • Mail-Konnektor: Automatische Verarbeitung eingehender Rechnungen aus E-Mails
  • Datei- oder FTP-Konnektor: Zeitgesteuertes Einlesen und Ablegen von Rechnungen
  • Bürosoftware-Konnektor: Übergabe an ERP- oder Buchhaltungssysteme

So entsteht eine durchgängige, automatisierte Prozesskette.

 

Fazit: E-Rechnung als Chance statt Pflicht

Die E-Rechnung ist mehr als eine gesetzliche Pflicht – sie ist ein strategischer Schritt in Richtung digitaler Geschäftsprozesse.

Mit dem Syncler E-Rechnung-Konnektor erfüllen Unternehmen gesetzliche Anforderungen, technische Standards, Validierungsvorgaben und Archivierungspflichten. Und das ohne Systemwechsel, ohne Medienbrüche und ohne unnötige Komplexität.

Wer jetzt handelt, sichert nicht nur Rechtskonformität – sondern steigert gleichzeitig Effizienz, Transparenz und Zukunftsfähigkeit seiner Prozesse.

Michael Schneider
Sie möchten wissen, wie sich die E-Rechnung konkret in Ihre bestehende Systemlandschaft integrieren lässt? Sprechen Sie mit Michael Schneider und lassen Sie sich individuell beraten.

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FAQ

Unser ERP-System unterstützt keine E-Rechnung. Müssen wir jetzt die Software wechseln?

Nein. Ein kompletter Systemwechsel ist nicht notwendig. Mit dem Syncler E-Rechnung-Konnektor lässt sich alles in das bestehende System integrieren.

Betrifft die E-Rechnungspflicht auch Rechnungen an Privatkunden (B2C)?

Nein. Die E-Rechnungspflicht betrifft grundsätzlich den B2B-Bereich, also Rechnungen zwischen Unternehmen. Rechnungen an Endverbraucher (B2C) sind von der Pflicht ausgenommen. Unternehmen müssen jedoch unabhängig davon ab 2025 in der Lage sein, E-Rechnungen zu empfangen.

Warum reicht ein normales PDF nicht als E-Rechnung?

Ein normales PDF-Dokument gilt rechtlich nicht als E-Rechnung. Eine E-Rechnung muss als strukturierte XML-Rechnung gemäß der EU-Norm EN 16931 vorliegen, damit sie automatisiert verarbeitet werden kann.

Wie müssen E-Rechnungen archiviert werden?

E-Rechnungen müssen GoBD-konform archiviert werden. Das bedeutet: unveränderbare Speicherung, Maschinenlesbarkeit und Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren. Ein bloßes Abspeichern als Datei reicht nicht aus, wenn keine revisionssichere Archivierungsstruktur vorhanden ist. Die Archivierung muss den gesetzlichen Anforderungen entsprechen – ähnlich wie bei Papierrechnungen.

XRechnung oder ZUGFeRD?

Die Entscheidung zwischen XRechnung und ZUGFeRD hängt vom Einsatzbereich ab. XRechnung ist ein reines XML-Format. ZUGFeRD kombiniert ein lesbares PDF mit eingebetteter XML-Rechnung. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von den Anforderungen Ihrer Geschäftspartner und Ihrer Systemlandschaft ab.

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